Klemmer Versicherungsmakler Blog

Praktisch wäre eine solche APP ja schon. Und mal ganz ehrlich, nicht jeder hält sich immer exakt an Geschwindigkeitsbegrenzungen (auch wenn wir rasen natürlich nicht gutheißen). Platziert an günstiger Stelle warnt dann das Handy über die App den Autofahrer, wenn er sich einer Stelle nähert, an der die Polizei nicht ganz günstige Passbilder aufnimmt.

Allerdings wird es auch nicht günstig, wenn man mit einer derartigen Blitzer-App erwischt wird. Um die 75 EUR Bußgeld sind nämlich dann fällig, wie nunmehr auch das OLG Celle rechtskräftig entschieden hat (Az.: 2 Ss (OWi) 313/15). Der erwischte Autofahrer hatte versucht, damit zu argumentieren, dass eine solche App auch nichts anderes sei als die Blitzerwarnung im Radio. Da allerdings hier eine Warnung lediglich allgemein erfolgt, liegt kein Verstoß gegen § 23 Abs. 1b StVO vor. Zum Vergleich der Wortlaut:

23 Abs. 1b StVO:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).

Bei einer auf dem Handy installierten App allerdings führt der Autofahrer allerdings ein unter § 23 Abs. 1b SVO fallendes technisches, und somit verbotenes, Gerät zur Radarwarnanzeige mit sich.

Auch wenn es manchmal schwer fällt, fahren Sie der Geschwindigkeitsbegrenzung angepasst! Meist kommt man so stressfrei und auch nicht viel später ans Ziel. Gute Fahrt wünscht Ihr Klemmer-Team.

Heizpflichten
Mit Schuss zum Schuss?
Daniela Gögler

Daniela Gögler

Gesellschafter-Geschäftsführerin