Klemmer Versicherungsmakler Blog

Jeder Autofahrer sollte diese Regelung kennen, vor allem bei uns im Oberland: Winterreifen von O bis O, also von Oktober bis Ostern.

Die StVO konkretisiert diese Pflicht, legt aber keinen bestimmten Zeitraum fest. Klar, schließlich kommt der Winter deutschlandweit nicht zeitgleich. Also darf bei schlechten Witterungsverhältnissen, also „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ auf dem Auto keine Sommerbereifung mehr aufgezogen sein. Es muss mit so genannten M+S- (Matsch und Schnee) Reifen gefahren werden, ansonsten kann es teuer werden: Erwischt die Polizei einen Autofahrer mit Sommerreifen, werden 40 Euro fällig. Mit 80 Euro und einem Punkt in Flensburg haben Autofahrer zu rechnen, die mit Sommerreifen unterwegs sind und dadurch andere behindern – etwa dadurch, dass sie an der Straße liegen bleiben.

Warum sind Winterreifen sinnvoll? Schon bei Temperaturen von unter sieben Grad kann der Fahrer mit Winterreifen besser bremsen und souveräner fahren. Verhärtete Sommerreifen haften nicht mehr optimal auf der Straße. Winterreifen werden aus einer weicheren Gummimischung mit zusätzlichen Rillen gefertigt, in denen sich bei niedrigeren Temperaturen Schnee und Matsch gar nicht erst festsetzen. Grundsätzlich sollten die Pneus eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern haben. Wer dennoch im Winter mit Sommerreifen fährt, riskiert auch seinen Versicherungsschutz.

Nach einem Urteil des OLG Frankfurt (Az.: 3 U 186/02) handelt der Fahrer in diesem Fall grob fahrlässig und die Vollkaskoversicherung muss den Schaden am „Sommerreifen-Auto“ nicht erstatten. Für Schäden an anderen Fahrzeugen kommt aber die Haftpflichtversicherung auf. Wir raten Ihnen daher, baldmöglichst Winterreifen zu montieren oder montieren zu lassen. Bitte denken Sie auch an etwaige Terminschwierigkeiten in den Werkstätten zu dieser Jahreszeit!

Ledigen-Versicherung
Taximesse 2013
Karen Schumann

Karen Schumann

Gesellschafter-Geschäftsführerin

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