Klemmer Versicherungsmakler Blog
Besser heizen, bevor die Rohre einfrieren

Derzeit kein Problem, aber liegen die Temperaturen über längere Zeit im Minusbereich, dann ist die Gefahr eines Wasserrohrbruches groß, zumindest, wenn die Räume z.B. bei Urlaubsabwesenheit oder bei einem Ferienhaus, nicht ausreichend beheizt werden.

Meist bemerkt man den Schaden erst dann, wenn es zu spät ist, nämlich, wenn die zugefrorenen Leitungen auftauen und das Wasser in einem Rutsch abfließt. Verhindert werden kann dieser teure Spaß (der durchschnittliche Schaden beläuft sich in diesem Bereich auf 1.200 €) nur durch konsequentes Heizen.

Experten raten dazu, unbenutzte Leitungen abzustellen und unbedingt auch zu entleeren. Das Einstellen der Heizung auf den so genannten Frostwächter (das Sternchen am Thermostat) schützt den Heizkörper vor dem Einfrieren, nicht aber die Außenleitungen. Hierzu sollte die Heizung auf 15 Grad (Stellung 2) eingeschaltet werden. Neuere Heizungsanlagen beinhalten auch eine Frostsicherung.

Unmögliches wird aber von abwesenden Urlaubern nicht verlangt, wie kürzlich das Oberlandesgericht Oldenburg (Az.: 5 U 190/14) entschied. Hier hatten die Eigentümer eines Ferienhauses die Heizung vorschriftsmäßig eingestellt und ein befreundetes Ehepaar gebeten, zweimal die Woche nach dem Rechten zu sehen. Dennoch wurde der Ausfall der Heizung zu spät bemerkt, als nämlich bereits ein hoher Schaden entstanden war. Dieser Schaden muss von der Gebäudeversicherung getragen werden, da es nämlich nicht zumutbar sei, ständig nach dem Rechten zu sehen, insbesondere, wenn es sich um eine neuere Heizungsanlage handelt.

Das Urteil unterstreicht allerdings die Notwendigkeit einer guten Gebäudeversicherung, denn wie gezeigt, kann man sich nicht vor allen Schäden schützen, aber zumindest versichern. Gerne beraten wir Sie!

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Karen Schumann

Karen Schumann

Gesellschafter-Geschäftsführerin