Klemmer Versicherungsmakler Blog
Apres-Ski

Ein Bier zur Gulaschsuppe, ein Glühwein zum Apfelstrudel und hinterher noch ein Schnapserl zum Aufwärmen, schließlich war es auf der Skipiste doch richtig kalt. Wer dann zum letzten (oder vorletzten) Abschwung wieder auf die Skier oder das Snowboard steigt, riskiert nicht nur seine Gesundheit (und möglicherweise die anderer Skifahrer), sondern auch seinen Versicherungsschutz.

Einer Studie zufolge ist jeder 5. Skifahrer auf der Piste betrunken. Zwar verstoßen alkoholisierte Skifahrer damit nicht direkt gegen eine FIS-Regel, allerdings sollte man sich trotzdem im eigenen Interesse beim Einkehrschwung mäßigen.

Schon ab einem Blutalkoholwert ab 0,3 Promille (entspricht etwa einem Bier), verengt sich das Sichtfeld und die Reaktionsfähigkeit lässt nach. Gleichzeitig neigt man unter Alkoholeinfluss dazu, sein skifahrerisches Können zu überschätzen. Kommen dann noch Eisplatten auf der Piste, andere unvorsichtige Skifahrer oder schlechte Wetterverhältnisse hinzu, steigt das Unfallrisiko enorm.

Wer den Schaden hat…, der muss in diesem Fall um seinen Versicherungsschutz bangen.

Hat man jemand anderen auf der Piste verletzt, so steht für die finanziellen Folgen dieses Unfalls die hoffentlich vorhandene Privathaftpflichtversicherung ein. War der Alkoholkonsum allerdings die Unfallursache, so leistet die Versicherung zwar zunächst, kann sich aber einen Teil oder alle Kosten (abhängig von der gewählten Versicherungspolice, dem Alkoholgrad usw.) vom Unfallverursacher wiederholen, ihn also in Regress nehmen. In der Regel stufen die Versicherungen nämlich einen hohen Alkoholpegel als grobe Fahrlässigkeit ein. Gute Privathaftpflichtversicherungen leisten allerdings auch bei grober Fahrlässigkeit vollumfänglich.

Gleiches gilt auch für die private Unfallversicherung. Nicht alle Unfallversicherungen leisten, wenn Alkohol die Unfallursache war, eine gute Unfallversicherung schließt allerdings auch diese Schadensursache mit ein.

Eine gute Absicherung ist wichtig, allerdings auch kein Freibrief. Fahren Sie also vorsichtig und verlegen Sie das Après-Ski am besten ins Tal. Außer natürlich, wenn Sie noch heimfahren müssen.

 

 

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Karen Schumann

Karen Schumann

Gesellschafter-Geschäftsführerin